SSD, Festplatte oder USB-Stick kaufen: Welcher Speicher passt?
Schneller starten, mehr Platz oder sicher speichern: Welcher Speicher für welchen Zweck passt, wie sich SATA und NVMe unterscheiden und wie du deine Daten richtig sicherst.
Die Speichertypen im Überblick
| Typ | Tempo | Stärke | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| SSD (SATA) | bis etwa 560 MB/s lesen | robust, leise, schneller als HDD | Systemlaufwerk in älteren Rechnern, Upgrade |
| SSD (NVMe) | deutlich schneller als SATA | sehr schnell, kompakt (M.2) | Moderne PCs und Laptops, Spiele, Videoschnitt |
| Festplatte (HDD) | langsamer | günstig pro Terabyte | Große Archive und Backups |
| USB-Stick | je nach Modell | klein und praktisch | Transport kleiner Datenmengen |
| Externe SSD oder HDD | über USB, je nach Modell | mobil, gut für Backups | Daten mitnehmen, Datensicherung |
SSD oder Festplatte?
- SSD: Keine beweglichen Teile, robust und deutlich schneller. PC und Laptop starten und laden damit spürbar flotter.
- Festplatte (HDD): Pro Terabyte günstiger, deshalb gut für große Datenmengen, die nicht schnell sein müssen, etwa Fotoarchive oder Backups.
- Kombination: Viele nutzen eine SSD fürs System und Programme und eine HDD für große Datenmengen.
SATA oder NVMe: Was passt in deinen PC?
SATA und NVMe unterscheiden sich in Anschluss und Protokoll: SATA nutzt das ältere AHCI, NVMe läuft über PCIe und ist deutlich schneller. Welche Art in deinen Rechner passt, entscheidet das Mainboard: Prüfe im Handbuch, ob ein M.2-Steckplatz für NVMe vorhanden ist. Ältere Rechner haben oft nur SATA-Anschlüsse. Weitere Hinweise zur Kompatibilität stehen im Ratgeber PC-Komponenten kaufen.
Externe Laufwerke und USB-Sticks
- Externe SSD: Sie wird per USB angeschlossen, am gängigsten sind USB-C oder USB 3.2 Gen 2. Das Tempo hängt von Laufwerk, Anschluss und Kabel ab.
- Kabel und Anschluss prüfen: Ein langsames Kabel bremst auch eine schnelle SSD. Mehr dazu im Ratgeber Kabel und Adapter kaufen.
- USB-Stick: Praktisch, um kleine Datenmengen zu transportieren. Als einziges Backup ist er nicht geeignet.
- Externe Festplatte: Günstig für große Backups, aber stoßempfindlich, solange sie läuft.
Wie viel Kapazität brauchst du?
- Betriebssystem und Programme brauchen je nach Nutzung einige hundert Gigabyte. Plane großzügig, denn eine volle SSD wird langsamer.
- Fotos, Videos und Spiele brauchen schnell mehr Platz. Wer viel speichert, wählt eine größere SSD oder ergänzt eine HDD.
- Cloud-Dienste können Platz sparen, ersetzen aber kein lokales Backup.
Datensicherung: die 3-2-1-Regel
Eine bewährte Regel für Backups lautet 3-2-1: Halte drei Kopien deiner Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien, und bewahre eine Kopie an einem anderen Ort auf, zum Beispiel extern oder in der Cloud. So überstehen deine Daten Defekte, Diebstahl oder Feuer.
Lebensdauer und Pflege
- SSDs haben eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen, im Datenblatt als TBW angegeben. Für normale Nutzung ist das selten ein Problem.
- Festplatten reagieren empfindlich auf Stöße, besonders im laufenden Betrieb.
- Fülle SSDs nicht komplett, ein Rest freier Platz erhält die Geschwindigkeit.
- Halte Firmware und Treiber aktuell, wenn der Hersteller Updates anbietet.
Die häufigsten Fehler beim Speicherkauf
- Den Anschluss nicht prüfen: NVMe-SSDs brauchen einen M.2-Steckplatz.
- Nur auf die Kapazität achten: Auch Tempo und Haltbarkeit zählen.
- Den USB-Stick als Backup nutzen: Er ist leicht zu verlieren und fällt schnell aus.
- Kein Backup anlegen: Jedes Laufwerk kann ausfallen.
- Ein langsames Kabel verwenden: Es bremst die externe SSD.
Speicher & Laufwerke im Preisvergleich
SSDs, Festplatten, USB-Sticks und externe Laufwerke aus deutschen Online-Shops – jetzt den günstigsten Preis finden.
Zum Speicher-Preisvergleich →